Pfingsten

Und sie versammelten sich zum Gebet

Sammle mich ein, Gott,
mit meinen Geschichten, mit meinen Träumen. .
Bring mich behutsam zurück in Deine Mitte
dem Land der Weite ohne Grenzen.
Du hast einen Platz für mich,
um den ich nicht kämpfen muss.
Deine Sprache ist mehr als eine Zusage.
Alles ist längst gesagt.
Aber dennoch bitte ich Dich:
Besuche mich mit einem Wort,
aus dem ich lange Zeit leben kann,
das reifen möge in mir
und das mich ganz und gar mit Leben bettet.
Dein Geist, Gott, ist nichts zum Festhalten
und die drei Hütten können Dich auch nicht einfangen.
Du in mir – so nah
Ich in Dir – so fern.
Hilf mir, mich freizuschaufeln, Schicht für Schicht
und offenweit zu bleiben.
All die verborgenen Pfunde in mir –
lass sie mich bis ins Letzte auskosten und verschleudern.
Freimütig. Freigebig. Befreit.
Für andere.
Für das Leben.
Komm, Du Heiliger Geist
und bleib ein bisschen.

Maria Schmitt sf

Bild: Barbara Schartz
In: Pfarrbriefservice.de